«Gute Mitarbeitende kündigen nicht ihren Job, sondern ihrer Chefin/ihrem Chef». So abgedroschen der Spruch auch klingen mag, er war selten so wahr wie heute. «The great resignation», die massenhaften Jobwechsel, die wir in den letzten Monaten beobachten konnten, zeigen sehr deutlich, dass Mitarbeitende immer weniger gewillt sind, in einem für sie unpassenden Arbeitsumfeld zu arbeiten»
Wir stecken mittendrin in der Ära des Arbeitnehmermarktes. Es gilt heute nicht mehr nur, passende Mitarbeitende zu finden, sondern vor allem, diese langfristig zu halten und an das Unternehmen zu binden. Ein entscheidender Faktor, der auf die Bindung und Zufriedenheit der Mitarbeitenden einzahlt, ist die Qualität der Führung im Unternehmen. Das bestätigen zahlreiche Studien.
Viele Führungskräfte berichteten davon, dass sie Trainings oft absagen, weil sie wenig Bezug zu ihren tatsächlichen aktuellen Herausforderungen sehen. Die individuellen Bedarfe werden nicht klar genug ermittelt und kommuniziert. Zudem versuchen Unternehmen, zwei Dinge zusammenzubringen, die nur vordergründig gut zusammenpassen: Training und Teambuilding. Führungskräfte sollen Wissen erwerben und gleichzeitig miteinander vernetzt und enger zusammengebracht werden.
Wir schlagen vor, mittels unseres 360° Online-Assessments und der Interviews die individuellen Entwicklungsbedarfe der Führungskräfte zu ermitteln, diese zu analysieren und auf deren Basis die Prozessbegleitungen aufzusetzen. Schulungen sollten hochindividuell zugeschnitten sein und genau die Themen adressieren, die die einzelne Führungskraft im Moment braucht.
Viele Führungskräfte tun sich schwer damit, Weiterbildungen in ihren stressigen Arbeitsalltag zu integrieren. Weiterbildungsangebote, die sich möglichst reibungsfrei in den stressigen Arbeitsalltag der Führungskräfte integrieren lassen, erfordern vor allem zwei Dinge: Zum einen sollten alle Touchpoints möglichst kompakt gestaltet werden. Zum anderen empfiehlt sich ein ausgewogener Mix aus selbstbestimmtem Lernen und verbindlichen Terminen.
Beim Wissensaufbau im Alltag sollte den Führungskräften grösstmögliche Flexibilität ermöglicht werden, sie sollten selbst entscheiden können, wann sie wo was wie lange lernen. Gleichzeitig benötigt das Lernen eine gewisse Struktur durch verbindliche, regelmässige Termine, die festlegen, bis wann die einzelnen Lernhappen absolviert sein sollen.
Die Mehrheit der Führungskräfte wendet das Wissen aus Weiterbildungen im Alltag nicht oder nicht konsequent genug an. Das liegt oft nicht an den Führungskräften selbst, sondern vielmehr an der Aufbereitung des Lernstoffs: Zu viel Stoff in zu kurzer Zeit, meist ohne Wiederholung. Wenn dann auch noch ein konsequentes Follow-up fehlt, trainieren die Teilnehmenden solcher Massnahmen letztlich, viel Neues zu erfahren und es gleich wieder zu vergessen, oder aber etwas zu wissen und es anschliessend nicht zu tun.
Fazit
Statt viele Themen und Theorien nur oberflächlich anzuschneiden, sollten ausgewählte Inhalte gezielt vertieft und in regelmässigen Abschnitten wieder aufgegriffen werden. Die Lernenden sollten dabei unterstützt werden, relevante Umsetzungskontexte zu identifizieren und allgemeine Handlungsempfehlungen auf den eigenen Führungsalltag zu übertragen. Ein professionell moderierter Austausch kann dabei helfen, neue Perspektiven zu entwickeln, wenn man «mit seinem Latein am Ende» ist.
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