Resilienz – ein Modewort mit Potential

Die zahlreichen Werbungen für Resilienz-Trainings oder Ausbildungen zum Resilienz-Trainer sind kaum zu übersehen. Was steckt hinter dem Begriff Resilienz? Wie kann diese etwas bildlicher genannte «Stehaufmännchen-Kompetenz» trainiert werden?

Stehaufmännchen

Stehauf-Männchen (Symbolbild)

Der Begriff «Resilienz» stammt ursprünglich aus der Physik, wo darunter die Fähigkeit eines Materials, nach einer elastischen Verformung in den Ausgangszustand zurückzukehren, verstanden wird. In den Ingenieurwissenschaften meint man die Fähigkeit von technischen Systemen, bei einem Teilausfall nicht vollständig zu versagen. In der Psychologie, und damit in der Persönlichkeitsentwicklung, kennt man den Begriff «Resilienz» seit den 1950er Jahren. Er bezeichnet die «psychische Widerstandsfähigkeit», definiert durch die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.

Das Stehaufmännchen entwickelt sich zwar nicht weiter, es zeigt jedoch die wesentlichen Verhaltensweisen dieser Kompetenz: Belastungen standzuhalten und einmal mehr aufzustehen als umzufallen.

Wie zeigt sich Resilienz?

Hoch resiliente Menschen gehen mit Zuversicht, Gelassenheit, Selbstvertrauen, Mut, Menschlichkeit und viel Konsequenz und Disziplin an ihre Herausforderungen heran. Sie wissen, dass auch Rückschläge und Fehlentscheidungen zum Leben dazugehören; dass diese nicht ihren Selbstwert zerstören, sondern sogar eine Quelle des Lernens sind, um es nächstes Mal besser oder anders zu machen.

«Resilienz» gibt es also schon sehr lange. Dennoch wird der Begriff erst seit ein paar Jahren stark hervorgehoben. Etwas boshaft und vereinfacht könnte man behaupten, eigentlich handle es sich um «alten Wein in neuen Schläuchen» und die Bildungsindustrie hätte hier einen neuen Ausdruck mit viel Business-Potential entdeckt. Widerstandskraft, Belastungsfähigkeit, Flexibilität und Umgang mit Veränderungen waren in der Geschäftswelt nämlich schon immer entscheidend für den Erfolg.
Allgemein haben jedoch Stressbelastung, Komplexität, Veränderungsgeschwindigkeit und die Häufigkeit von Krisen zugenommen. Dadurch hat das Thema «Resilienz» zu Recht an Bedeutung gewonnen. Im Zeitalter der Digitalisierung, in welchem neue, zum Teil firmenübergreifende Geschäftsmodelle entstehen, wird die Ressource «Mensch» zu einem der letzten Bereiche, durch welchen sich ein Unternehmen von anderen unterscheiden kann. «Resilienz» kann die für den Erfolg entscheidende Differenz ausmachen.

Wie entwickelt man Resilienz?

Die amerikanischen Forscher Reivich und Shatré haben 7 «Resilienzfaktoren» definiert, welche für die «Resilienzfähigkeit» entscheidend sind:

  • Emotionssteuerung
  • Impulskontrolle
  • Kausalanalyse (Problem/Situation zeitlich und inhaltlich, gründlich und treffend analysieren)
  • Realistischer Optimismus
  • Selbstwirksamkeitsüberzeugung (subjektive Überzeugung einer Person, eine neue oder schwierige Situation aufgrund der eigenen Kompetenzen bewältigen zu können)
  • Zielorientierung
  • Empathie

Betrachtet man diese Faktoren, lässt sich rasch feststellen, dass ein grosser Teil davon entwickelt werden kann: Durch besseres Kennenlernen seiner eigenen Persönlichkeit und zielgerichtetes Training.

Wie können wir Sie unterstützen?

Die IdeeTransfer-Partner sind auf die Entwicklung «Persönlicher Kompetenzen» spezialisiert und unser «Nachhaltigkeitskonzept für die Personalentwicklung» ist geradezu ideal zur Verbesserung der «Resilienz»:

  • Die Resultate aus der Personal-«Diagnostik», zu Beginn eines Prozesses, dienen als Startbasis. Sie erweitern das Bewusstsein über die eigene Person und zeigen potentielles individuelles Entwicklungspotential auf.
  • Präzise «Zieldefinitionen» und der Fokus auf individuelle Themen und Fragestellungen garantieren messbare Resultate.