Digitalisierung ist nicht nur Technologie, sondern eine Denkhaltung

Diskussionen mit KMU-Vertretern zeigen auf, dass Digitalisierung oft nur im Kontext der Rationalisierung mittels Technik gesehen wird. Der grosse Gewinn liegt jedoch in neuen innovativen (betriebsübergreifenden) Prozessen. Zudem wird oft die Wichtigkeit verkannt, sich dem Digitalisierungstrend anzuschliessen. Ein gewisses Mass an Ideenlosigkeit ist auszumachen.

Symbolbild Digitalisierung

Das Thema «Digitalisierung» ist in aller Munde. Wer nicht in Digitalisierung investiert, läuft Gefahr, die grossen Zukunftschancen zu verpassen. Wer nicht mitmacht, gilt schnell als veraltet und unattraktiv.
Umfragen bei den jüngeren Generationen haben gezeigt, dass gut qualifizierte Arbeitskräfte ihren Arbeitgeber nach dem Grad der Digitalisierung auswählen: Digitalisierung wird als Mass der Innovationsfähigkeit betrachtet. Diese Generationen tendieren auch dazu, eher bei Firmen einkaufen, welche sie als modern und innovativ wahrnehmen. Eine aktuelle, einladende Webseite sowie interessante Fachbeiträge im Netz sind in diesem Zusammenhang eine erste Visitenkarte, welche entscheiden kann, wie ein Unternehmen von aussen wahrgenommen wird. Dies gilt heutzutage schon beinahe als selbstverständlich.

Ansätze für Digitalisierung

Manuelle Prozesse in Informatiklösungen umzusetzen, hilft sicherlich, Kosten zu senken. Dies ist allerdings nichts Neues. Der grosse Gewinn, gerade für KMU, liegt in neuen, betriebs-übergreifenden Prozessen: Der Trend geht weg von B2B- hin zu B2B2C-Prozessen (Business to Business to Consumer).
Die Fragestellung ist nicht mehr «wie kann ich mit meinen Geschäftskunden vereinfacht kommunizieren»; Lösungen für den automatischen Austausch von Bestellungen, Rechnungen, Zahlungsinformationen und vielem mehr sind längst Normalität. Die entscheidende Frage ist: «Welche Dienstleistung kann ich den Kunden meiner Kunden bieten». Von diesen Antworten profitieren alle: Sie bedeuten einen Gewinn für das eigene Unternehmen, für den direkten Kunden wie auch für den Kunden des Kunden.

Beispiel eines B2B2C-Prozesses: Ein Hersteller von Produkten für Heimwerker und Bastler verkauft seine Produkte an Do-it-yourself-Zentren des Grosshandels (B2B). Nach Überlegungen, wie den Endkunden ein Mehrwert geboten werden könnte, wurde gemeinsam beschlossen, unter dem Namen des Grossverteilers einen Webshop mit den entsprechenden Produkten aufzubauen. Der Endkunde sieht als Geschäftspartner den Grossverteiler. In Wirklichkeit gehen die Bestellungen direkt zum Produzenten. Dieser liefert per Post direkt zum Endkunden und stellt diesem Rechnung. Der Grossverteiler erhält einen vereinbarten Teil des Umsatzes. Auf demselben Kanal kann der Endkunde Produkteinformationen und Montageanleitungen abrufen. Der Endkunde kann bequem von zu Hause aus einkaufen und die Ware wird ihm heim geliefert. Der Grossverteiler hat weniger Aufwand in der Logistik und im Verkauf und er profitiert vom Umsatzwachstum, dem Hauptnutzen für den Produzenten.

Die Digitalisierung als Innovationstreiber

Um maximal von der Digitalisierung zu profitieren ist eine umfassende (neue) Denkhaltung notwendig. Aufgaben einzelner Mitarbeitender und sowie auch Arbeitsprozesse werden laufend Veränderungen unterworfen. Gefragt sind Agilität und Veränderungsbereitschaft; hilfreich ist eine Firmenkultur, welche innovatives Denken auf jeder Stufe ermöglicht. Das bedingt, dass die Führungskräfte eine entsprechende Denkweise vorleben und einen aktiven Dialog mit jedem Einzelnen pflegen. Ein Personalentwicklungskonzept soll über die zukünftigen Anforderungen an das Personal Auskunft geben und eine Personalplanung enthalten, aus welcher ersichtlich wird, in welche Richtung sich die einzelnen Mitarbeitenden entwickeln sollen.

Gerne zeigen wir Ihnen auf, welche entscheidenden Fragen Sie sich stellen sollten, wie eine neue Firmenkultur entwickelt werden kann und wie wir Sie dabei mit unseren effizienten Werkzeugen unterstützen können.

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