Die Krise überwinden – vorwärts in die Normalität!

Mit den Lockerungs­schritten der Corona­virus-Mass­nahmen steht jetzt der nächste Schritt an: Die Wirt­schaft muss lang­sam wieder hoch­ge­fahren werden. Wir haben einige Tipps, um besonders KMU-Unter­nehmern bei diesem Schritt zu unter­stützen.

Symbolbild Krise überwinden

Die Covid-19 Pandemie klingt in der Schweiz langsam ab; die Öffnung der Wirt­schaft und der Gesell­schaft schreitet lang­sam aber sicher voran. Er­freu­lich ist, dass der zu Beginn erwartete massive Wirt­schafts­ein­bruch offen­bar ver­hindert werden konnte und auch die befürchtete Konkurs­welle blieb bis­lang aus.

Dennoch ist die Krise an kaum einem Unter­nehmen spur­los vorbei­ge­gangen. Je nach Branche und Aus­gangs­lage sind die Folgen des Lock­downs stärker oder weniger ein­schneidend; doch sind wir in fast jedem Fall noch meilen­weit von der «alten Normalität» ent­fernt.

Entsprechend geht es jetzt darum, den Weg in die Normalität wieder zu finden. In vielen Fällen wird dies eine «neue Normalität» sein, was den Schwierig­keits­grad der Heraus­forderung noch­mals erhöht.

Die nach­folgenden Tipps sollen Unter­nehmern helfen, sich und ihren Betrieb wieder Gang zu bringen und in eine positive Zukunft zu führen:

    Während der Bewältigung der Krise:

  1. Erarbeiten Sie Szenarien für das Hoch­fahren des Betriebs, ent­sprechend dem Ver­halten und den zu er­war­ten­den Bedürfnissen Ihrer Kund­schaft. Wo können beim Hoch­fahren Eng­pässe (z.B. bei der Liquidität, bei den Personal­ressourcen oder bei der Beschaffung von Waren und Material) ent­stehen? Welche Lö­sun­gen stehen im Falle eines Eng­passes zur Ver­fügung?
  2. Rechnen Sie mit Anfangs­wider­ständen und bereiten Sie sich darauf vor, diesen konstruktiv zu begegnen. Bei den Menschen (sowohl bei Mit­arbeitenden und Kunden wie auch bei Lieferanten und weiteren Part­nern) werden Ängste und Sorgen vor­handen sein, welche man vor der Krise nicht kannte – diese gilt es zu erkennen, ernst zu nehmen, und mit hoher Sensibilität ab­zu­bauen. Denken Sie daran: Das Mindset ist die Kraft im Kopf, mit der Berge ver­setzt werden. Zur Bewältigung der Krise ist positives, mutiges und fantasie­volles Denken und Handeln gefragt!
  3. Die erste Phase nach der Krise ist nicht die Zeit für Perfektionismus. Alternative Lösungs­wege sind ge­fragt. Es gilt, das zu tun, was am nötigsten ist, mit den Ressourcen, welche zur Ver­fügung stehen. Fo­kus­sie­ren Sie sich auf das Wichtigste, behalten Sie Ihre Ziele im Auge und erzielen Sie in diesen Kern­be­rei­chen stetige Fort­schritte. Indem Sie das grosse Ganze be­trachten, bewusst Prioritäten setzen und auf dieser Basis die nächsten Wochen oder Monate planen, schaffen Sie eine Basis, um danach ohne Ner­vo­si­tät wieder Perfektion in allen Bereichen an­streben zu können.
  4. Organisieren Sie Alternativen zu den bis­herigen Prozessen; ins­be­sondere in den Bereichen Liquidität und Liefer­ketten. Mit guten Voraus­setzungen für einfache und un­komplizierte Lösungen schaffen Sie Stabilität und Sicher­heit.
  5. Achten Sie darauf, ihre Mit­arbeitenden in den Prozess ein­zu­be­ziehen bzw. ein­zu­binden. Schaffen Sie kla­re Strukturen, gerade auch für die Zwischen­phase des Hoch­fahrens, in welcher häufig von der ge­wohn­ten Organisation bzw. der angepeilten Ziel­organisation ab­ge­wichen werden muss. Treffen Sie mit Ihren Mit­ar­bei­ten­den klare Absprachen und seien Sie präzise, ver­bind­lich und transparent.
  6. Organisieren Sie bewusst die Kommunikation: Mitarbeitende, Kunden, Lieferanten und weitere Anspruchs­gruppen benötigen gezielte Informationen, damit Miss­ver­ständnissen und Un­klar­heiten vor­ge­beugt werden kann und die Pro­zesse ideal ab­laufen.
  7. Stärken Sie das Ver­trauen, indem Sie Transparenz schaffen. Als Führungs­kraft haben Sie ein Interesse da­ran, sich bedarfs­gerecht um die Be­find­lich­keiten der Mit­arbeitenden zu kümmern. Geben Sie lösungs­orientiertes Feed­back und fordern Sie eben­solches auch von den Mit­arbeitenden ein; dies bietet auch Platz für Dank und Zeichen der Wert­schätzung. Seien Sie sich bewusst, dass die Krise auch an den Men­schen nicht spur­los vorbei­gegangen ist, weshalb ver­mehrt an­ge­spannte, nervöse oder auf­ge­ladene Si­tua­tio­nen ent­stehen können. Erkennen Sie Ver­letzungen/Dellen im zwischen­menschlichen Bereich und er­ar­bei­ten Sie einen Konsens zwischen den beteiligten Parteien im sinne einer lösungs­orientierten Zu­sam­men­ar­beit. Wer Informationen besitzt, hat eine Bring­schuld; wer Informationen ver­misst, hat eine Hol­schuld.
  8. Nach überwundener Krise:

  9. Gehen Sie in sich und schauen Sie auf die Krisen­phase zurück. Welche Heraus­forderungen haben Sie meis­tern können? Hätten diese mit einer ent­sprechenden Vor­be­reitung ver­mieden werden können? Ziehen Sie die Lehren aus der Situation, damit Sie und Ihr Betrieb in zukünftigen Krisen besser gewappnet sind!
  10. Erstellen und be­wirt­schaften Sie einen «Ideen-Speicher». Notieren Sie ständig Verbesserungs­vorschläge und erkanntes Optimierungs­potenzial. Setzen Sie dann – nutzen­orientiert – Prioritäten und stossen Sie einen stetigen Ver­änderungs­prozess an. Das Ziel ist es, in Ihrem Betrieb zukunfts­orientiert neue Fähig­keiten und Kompetenzen auf­zu­bauen.
  11. Analysieren Sie, welche Ihrer Stärken in der Krisen­phase und bei der Bewältigung besonders wert­voll waren. Treffen Sie Mass­nahmen, um diese Stärken zu erhalten und aus­zu­bauen, um damit in Zukunft noch mehr Nutzen schaffen zu können!
  12. Suchen und erkennen Sie Handlungs­bedarf und setzen Sie Lösungen ziel- und nutzen­orientiert um! Denken Sie dabei stets in Varianten und bleiben Sie sich bewusst, dass es die «Normalität von gestern» nicht mehr gibt. Wir entwickeln eine neue Normalität. Dabei gilt es, Risiken zu kontrollieren und zu re­du­zie­ren; beispiels­weise durch «Produkt­portfolio»- / «Patch­work»- / «Puzzle»-Lösungen. Eine besondere Be­deu­tung nimmt das Wissens­management und die Pflege bzw. der Ausbau von Netz­werken ein.

Unsere Unter­stützung

Unsere Prozess­begleiter sind Experten in der Unter­stützung von Personen und Unter­nehmen in ihren zukunfts­orientierten Veränderungs­prozessen. Gerne unter­stützen wir auch Sie und Ihren Betrieb auf dem Weg vorwärts in die Normalität!