Die Krise als Chance für ein modernes HR

Die gegen­wärtige Krise bringt vor allem viele Heraus­forderungen im Bereich des Personal­wesens mit sich. Dies bedeutet, dass die HR-Abteilungen besonders stark gefordert sind – stellt aber auch eine Chance für das HR dar.

Symbolbild Auslastung HR

Die HR-Abteilungen sind in dieser Krise an allen Fronten gefordert.

Diese Krise verlangt Unter­nehmen und allen, die in ihnen arbeiten, einiges ab. Besonders im Brenn­punkt stehen dabei die HR-Abteilungen; denn ihre Arbeit ent­scheidet darüber, wie gesund und produktiv die Mit­arbeiter sind, ob und welche mit­arbeiter­bezogenen Förder- und Unter­stützungs­gelder fliessen und wie sich kurz- und mittel­fristig die Stimmung im Unter­nehmen ent­wickelt.

Dies ist eine Mammut­aufgabe und eine riesige Ver­ant­wortung, aber auch die Chance für die immer wieder unter­schätzte Personal­funktion, ein für alle­mal zu be­weisen, wie wichtig sie für ein Unter­nehmen ist. Sie müssen hierzu zweierlei tun: Effektiv arbeiten und über­zeugend kommunizieren.

Die Chance nutzen, um das HR zu positionieren

Damit diese Arbeit über die Krise hinaus die Wahr­nehmung des HR und die Stellung im Unter­nehmen prägen, sollten Personal­abteilungen über erfolg­reiche Aktionen, hilf­reiche Unter­stützungs­mass­nahmen und pfiffige Ideen im persönlichen Gespräch wie auch auf offiziellen Kanälen un­auf­dringlich, aber selbst­bewusst in­for­mie­ren.

Die Personal­profis sollten dabei zwei Schwer­punkte setzen: Beziehungs­management und Image­pflege. In der engen und ver­trauens­vollen Zusammen­arbeit erleben vom Top-Manager über die Führungs­kräfte bis hin zu den Mit­arbeitern alle den Wert von Personal­arbeit täglich und haut­nah. Es gibt un­zählige Anlässe und Gremien, in denen HR jetzt un­er­lässlich ist.

Es ist die Stunde von HR – und wer hier eine gute Figur macht, erwirbt sich Beziehungs- und Reputations­kapital auf Jahre hin. Dabei kommt es darauf an, eine klare Haltung und einen klaren Kompass in allem, was man tut oder sagt, an den Tag zu legen. Es geht darum, neu und nach­haltig zu definieren, wofür man als Personal­profi und als Abteilung steht.

Aufgaben und Leistung des HR in der Krise

Personal­profis dienen jetzt mehr denn je der Resilienz, also der Überlebens-, Anpassungs- und Wider­stands­fähig­keit ihres Unter­nehmens und aller Menschen, die in ihm arbeiten. Beide Dimensionen bedingen sich gegen­seitig. Nie aber wird so deutlich wie jetzt, dass HR mehr als nur Arbeit mit und für Menschen ist, sondern knall­hart zum Erfolg und Über­leben von Unter­nehmen in schwieriger Zeit bei­trägt.

Personal­profis leisten wie kaum ein Zweiter Dienst an der Business Continuity, und das auf zwei Ebenen: Indem sie akut die Krise bewältigen helfen UND immer schon die Zeit danach, den Aufbruch in eine neue Normalität, mit bedenken und mit thematisieren. Das müssen zwar alle anderen Bereiche im Haus auch tun – HR kann und sollte es jedoch vor­leben.

Wenn Personal­profis diese Aspekte berück­sichtigen, können sie zum Gewinner einer Krise werden, von der sie sich wie alle anderen gewünscht hätten, dass sie nie ein­tritt. Jetzt, wo sie ein­ge­treten ist, sollten sie das Beste daraus machen und auch den Lohn dafür ein­streichen.